Franz-Josef Rütz


Christopher Rütz

Betriebsgelände um 1956

Betriebsgelände um 1956 (Luft)

Firmengründer Bernhard Rütz

Unser Logo aus den 90igern

Kreisverkehr mit der blauen Säule

Ausstellungsraum, heute ein Cafe

Ausstellhalle, heute vermietet

Seit 2004 neu vermietet!

2. Ansicht Blaue Säule

 

 

Mein Name ist Franz-Josef Rütz.

Ich möchte Ihnen unser keingeschrumpftes Unternehmen einmal kurz vorstellen.

 

Gegründet wurde unser Unternehmen am 14.5.1934, also vor mehr als 75 Jahren,

durch den Namensgeber der Firma, meinem Großonkel, Herr Bernhard Rütz!

Der Firmensitz liegt heute, wie damals, in der Stadtmitte von Konz (www.konz.de), etwa 8 km von Trier,

der ältesten Stadt Deutschlands, entfernt.

 

Zuerst als Transportunternehmen, später kamen eine Tankstelle, Zweiräder und Kraftfahrzeuge hinzu.

Über die Schiene NSU und Auto-Union, bekamen wir 1953 den Volkswagen-Händlervertrag, später kam

dann wieder Audi hinzu. 1980 wurde die damalige Einzelfirma auf Wunsch der Volkswagen AG in eine Gesellschaft

mit beschränkter Haftung (GmbH) und einem Eigenkapital von 3oo.ooo DM mit 5 Anteilseignern umgewandelt.

 

1984 verstarb der Firmengründer Bernhard Rütz.

 

In den 80er und 90er Jahren wurde der Neuwagenverkauf kontinuierlich von etwa 200 auf über 400 Neuwagen

pro Jahr ausgebaut. Der Marktanteil im so genannten Marktverantwortungsgebiet lag dabei permanent

über 30%! Das ist zur damaligen Zeit ein wirklich guter Wert.

An Gebrauchtwagen vermarkteten wir bis zu 600 Einheiten pro Jahr. 35 Mitarbeiter

standen bei uns auf der Gehaltsliste und kümmerten sich mit Erfolg um unsere Kundschaft.

 

Damals war ich, nein besser ausgedrückt, waren wir richtig stolz auf unser Unternehmen und die Erfolge.

Und eins dürfen Sie mir glauben, unser Kundendienst, also hauptsächlich die Werkstatt, war einsame Spitzenklasse!

Wir hatten ja schließlich auch das beste VW-Personal weit und breit! Unser Slogan "natürlich der Rütz" war keine

Farce, sondern wirklich Realität!

 

Trotz dieser erfolgreichen Jahre, vielleicht aber auch sogar wegen dieser guten Ergebnisse, erhielten wir die

Kündigung der Volkswagen AG Ende 1995 mit Wirkung zum 31.12.1997. Man versprach uns zwar noch in 1995

einen Neuvertrag, übergab uns auch alle notwendigen Vorabinformationen. (unter anderem die neuen Handelsverträge).

"Gott sei Dank" hat sich die Volkswagen AG nicht mehr an ihr Versprechen erinnert. Kein Wunder bei der Qualität der

damaligen VW-Mitarbeiter.

 

Anm.:

Bitte glauben Sie mir eins. Ich war und bin mit meinem Leben sehr zufrieden. Ich habe geschäftlich

Höhen und Tiefen, manche Berge erklommen und manches Tal durchgangen. Ich hatte viel Glück und manchmal auch den

richtigen Riecher. Aber das beste, was mir in meinem Berufsleben jemals passierte, war und bleibt

die Vertrags - Kündigung der Volkswagen AG.

Schade das dieses Ereignis nicht schon 10 Jahre früher eintrat!

 

Aber schon aufgrund der Vorabinformationen über die neuen, dann ab 1.1.1998 gültigen, Händlerverträge, wäre

ein Weitermachen unsererseits so nicht mehr möglich gewesen. Durch die Kündigung der Volkswagen AG stand uns,

von Rechts wegen, eine Abfindung zu.

Bei Erhalt der neuen Verträgen hätte uns der Konkursrichter nach spätestens 2 Jahren zugestanden!

 

Eine Organisation, die Ihren Vertragspartnern unterschiedliche Bedingungen und stark differenzierende Konditionen

bietet, kann eh nicht unser Partnerschaft würdig. Wer will schon gerne die Außenstelle eines Weltunternehmens

sein, mit allen vertraglichen Pflichten, ohne Rechte. Also eine Außenstelle auf eigenes Risiko.

 

Aber viele alteingesessene VW-Partner kämpften sogar um diese neuen Verträge, vielerorts kann man

die Folgen dieses Unsinns heute noch anhand leerstehender oder von Konkurrenten übernommener Autohäuser erkennen!

Ich möchte nicht wissen, wie viele gute Unternehmer aus der VW-Händlerschaft Insolvenz anmelden mussten.

 

Für den Typ Unternehmen, den wir darstellten, waren und sind diese neuen Händlerverträge Gift und oftmals der der

Anfang vom Untergang des Unternehmens. Den starken Kettenbetrieben wird quasi Zucker in den Allerwertesten

geblasen, die kleinen und mittlere Unternehmen, meist Familienbetriebe (das sind meistens die Betriebe,

die die Marke "VW" erst groß machten), werden in die Ecke gedrängt, ins Abseits gestellt.

 

Das Wort Händler steht nur im Händlervertrag, aber handelt kann man heute nicht mehr! Der VW- Händler ist heute

leider nur noch Erfüllungsgehilfe auf eigene Rechnung.

 

Zudem war die VW AG damals unfähig eine rechtlich einwandfreie und wirksame Kündigung auszustellen

(Dies wirft eine schlechtes Licht auf die Mitarbeiter, auch auf höherer Hierarchie - Ebene).

Zweifel an den Qualitäten auf allerhöchster Ebene des Weltkonzerns durften angebracht gewesen sein.

Für manche Führungspersönlichkeit ist der eigene Vorteil ggfls. wichtiger als das eigene Unternehmen.

Die Unfähigkeit kostete den Weltkonzern dann ein paar Märker mehr, sicherlich nur "Peanuts" für VW,

aber für uns ....... erfreulich. Es ist eben alles relativ!

 

Fakt war damals 1995: Für VW waren wir zu klein, einem größeren Händler wurde die Marktverantwortung zum

1.1.1998  übergeben. Auch dieser Händler besteht heute nicht mehr als selbständiges Unternehmen. Hier hat die

Relativitätstheorie ebenfalls gegriffen!

 

Ab dem 1.1.1998 standen wir somit vor dem "Nichts"! Die Entscheidung musste fallen. Weitermachen oder

ganz aufhören? Da wir hier im grenznahen Raum leben, hatten wir schon immer Kontakte zu ausländischen

VW-Händlern. Somit fiel die Entscheidung für Weitermachen.

 

Die Ziele sind klar: Kostenreduzierung, damit wir unsere Angebote preiswert erstellt können. Abwicklung analog

der gültigen Verordnungen und des gültigen Steuerrechtes. Vergleichsmöglichkeiten, die dem Endverbraucher die

Entscheidung erleichtern und unser Angebot transparent machen. Weitere Priorität legen wir auf faire Beratung

und gute Information an den Endverbraucher. Konzentration auf Angebote, die auch lieferbar sind.

 

Die oberste Priorität ist es aber den Reimport seriös abzuwickeln! Bei uns soll der Endverbraucher sein

Wunschauto mit seiner Wunschausstattung ordern können.

 

Der Kundendienstbereich wurde geschlossen und an ein anderes Unternehmen verpachtet. Einen Teil unseres

Ausstellungsraumes trennten wir ab und machten ein Cafe - Bistro daraus.

Auch den restlichen Ausstellungsraum vermieteten wir (zur Zeit an die Fa. Matratzen-Concord).

Kosten minimieren war und ist unser Ziel. Natürlich ... !

 

Im Fahrzeugbereich wurde das Personal abgebaut. Gleichzeitig bauten wir unsere Kontakte ins Ausland aus

und vermittelten Fahrzeuge an Endverbraucher. Nach anfänglichen Problemen haben wir seit 2004 wirklich

sehr gute zuverlässige Lieferanten gefunden. Teilwiese hat sich bis heute ein freundschaftliches Verhältnis

gebildet. Unsere Angebote "Kauf ohne Risiko", "Festpreis-Garantie"

und "Liefergarantie" wurden kreiert und sind nur möglich dank der guten Zusammenarbeit mit unseren Marken-

Lieferanten.

 

Persönliches:

Seit 2004 habe ich mich auf das Segment der Transporter konzentriert. Das war nämlich schon immer

mein Wunschsegment und die Autos mussten von Volkswagen, weil ich damit identifizieren kann, kommen.

Ich habe ja sonst nichts gelernt. Besonders erfolgreich läuft seit 2005 der VW T5 California, ein feiner

Camper für alle Tage. Weit über 300 Fahrzeuge habe ich davon alldieweil ausgeliefert.

Sicher ist Ihnen nunmehr klar, warum Sie meine Angebot bei VW- Produkten findet. Ich kenne die Marke und

die Fahrzeuge seit kindauf (zwischen neuen VW Käfern haben wir als Kinder gespielt).

 

Denn eins steht fest:

Ich war  immer mit Leib und Seele VW-Händler! Wenn sich allerdings auch in der heutigen Zeit noch jemand als

Händler bezeichnen will, der muss und kann getrost auf den VW-Vertrag verzichten! Wenn sich heute jemand

VW-Händler nennt, der soll erst einmal beweisen, ob er tatsächlich noch handeln kann.

In der Regel verneint er dies.

 

An dieser Stelle möchte ich nochmals ein "Danke - Schön" an die VW AG aussprechen. Die Kündigung hat

mir und meinem Unternehmen gut getan und uns zudem gemacht was wir schon immer sein wollten.

Unabhängig und frei und endlich in der Lage zu handeln, eben "Händler"!

 

Heute arbeiten wir also im Reimport - Geschäft mit deutlichem Schwerpunkt: VW - Nutzfahrzeuge!

Dazu kommt die Vermietung unserer früheren Unternehmensräume und -Flächen und zusätzlich vieler

eigener Privatwohnungen!

Viele Grüße in die weite Welt von Konz an Saar und Mosel

 

Franz-Josef Rütz